Hebelprodukte mit Knock-Out

Hebelprodukte mit Knock-Out weisen gegenüber Hebelprodukten ohne Knock-Out  eine Barriere auf. Sobald diese Barriere berührt oder durchbrochen wird, verfallen die betroffenen Produkte wertlos oder allenfalls mit einem geringen Restwert. Somit stellt der Knock-Out ein Risiko dar, das gegenüber einem vergleichbaren Hebelprodukt ohne Knock-Out in der Regel zu einem höheren Hebel führt. In diesem direkten Vergleich ist der spekulative Charakter von Hebelprodukten mit Knock-Out daher besonders ausgeprägt. Doch wie auch klassische UBS Warrants können natürlich auch UBS Turbo Warrants und UBS Mini-Futures, die beide zu den Hebelprodukten mit Knock-Out zählen, sowohl von risikofreudigen Anlegern im kurzfristigen Bereich als auch von langfristig orientierten Investoren zur Absicherung bestehender Positionen eingesetzt werden. 



Übersicht

Warrant mit Knock-Out (2200)

Mini-Future (2210)
 


 

UBS Turbo Warrant

SVSP: Warrant mit Knock-Out (2200)

Payoff diagramm UBS Turbo Warrant (Warrant mit Knock-Out)

Bei UBS Turbo Warrants, auch bekannt als Turbos, ist der Name Programm: Mit diesen Anlageinstrumenten können risikofreudige Anleger den Turbo einschalten und ihr Renditepotenzial erheblich vergrössern. Dabei setzen Call Turbo Warrants auf steigende und Put Turbo Warrants auf fallende Kurse des Basiswerts. Während der Laufzeit liegt der Strike bei Call Turbo Warrants unter dem Kurs des Basiswerts, bei Put Turboo Warrants darüber.

Verglichen mit Vanilla Warrants sind Turbo Warrants günstiger und bringen darum meist einen höheren Hebeleffekt mit sich. Allerdings bezahlen Anleger die erhöhten Renditechancen in Form eines zusätzlichen Risikos. Denn der Strike fungiert auch als Stop-Loss-Marke und wird daher auch als Knock-Out bezeichnet. Rutscht der Basiswert eines Call Turbo Warrants, der auf steigende Kurse setzt, auf den Knock-Out oder durchbricht diesen nach unten, verfällt der Call Turbo Warrant sofort wertlos – die Laufzeit endet vorzeitig. Bei einem Put Turbo Warrant, der auf sinkende Märkte ausgerichtet ist, verhält es sich gerade umgekehrt: Klettert der Basiswert wider Erwarten auf oder über die Barriere, muss der Turbo Warrant wertlos abgeschrieben werden. Mit anderen Worten: Ein Barrierebruch kommt bei Turbo Warrants einem Totalverlust auf das investierte Kapital gleich.

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UBS Mini-Future

SVSP: Mini-Future (2210)

Payoff diagramm UBS Mini-Future (Mini-Future)

Die Performance eines UBS Mini-Futures ist relativ leicht nachzuvollziehen. Dieser bewegt sich nämlich mehr oder weniger im Gleichschritt mit dem Basiswert. Dabei können risikofreudige Anleger mit einem Long Mini-Future auf steigende und mit einem Short Mini-Future auf sinkende Kurse des Basiswerts setzen. Da Anleger den Basiswert nur zu einem geringen Teil selbst finanzieren müssen, ergibt sich ein Hebeleffekt. Den Restbetrag, der als Finanzierungslevel ausgewiesen ist, übernimmt die UBS als Emittentin. Legt nun beispielsweise bei einem Mini-Future Long der Basiswert kräftig zu, profitieren Anleger überproportional. Je höher der Finanzierungsanteil, desto grösser der Hebeleffekt.

Allerdings will Fremdkapital bekanntlich verzinst sein. Der Emittent belastet dem Anleger daher Finanzierungskosten, indem der Finanzierungslevel täglich anpasst wird. Der Name Mini-Future erinnert daran, dass diese Instrumente ähnlich wirken wie standardisierte Termingeschäfte, sprich Futures. Anders als bei diesen ist ihre Laufzeit aber nicht begrenzt. Noch ein wichtiger Unterschied zu herkömmlichen Futures ist, dass Anleger bei UBS Mini-Futures nie Geld nachschiessen müssen. Denn die Instrumente verfügen über eine automatische Verlustbegrenzungsfunktion: den Stop-Loss Level. Bewegt sich der Basiswert in die unerwünschte Richtung und erreicht den Stop-Loss Level, verfällt der Mini-Future mit sofortiger Wirkung. Der Emittent berechnet dann den Restwert und zahlt diesen – sofern der Restwert mehr als null beträgt – dem Anleger aus. Der Stop-Loss Level wird bei Long Mini-Futures leicht über dem Finanzierungslevel festgelegt, bei Short Mini-Futures darunter. Die Stop-Loss Level begrenzen so das Risiko und verhindern eine Nachschusspflicht. Wird der Stop-Loss Level vom Basiswertkurs berührt oder überschritten, ist allerdings mit einem erheblichen Verlust des investierten Kapitals (bis zum Totalverlust) zu rechnen.

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