Hebelprodukte ohne Knock-Out

Wie der Name bereits verrät, stehen bei Hebelprodukten ohne Knock-Out zwei Dinge im Vordergrund: der Hebel und der fehlende Knock-Out. Der Hebel zeigt dabei an, dass Anleger mit einem relativ kleinen Kapitaleinsatz überproportional an der Kursentwicklung ausgewählter Basiswerte partizipieren können. Da Hebelprodukte überdurchschnittlich auf Kursbewegungen des Basiswerts reagieren, können sie sowohl von risikofreudigen Anlegern im kurzfristig-spekulativen Bereich als auch von langfristig orientierten Investoren zur Absicherung bestehender Positionen eingesetzt werden. Der fehlende Knock-Out schließlich zeigt an, dass es bei Hebelprodukten ohne Knock-Out, die stets mit einer festen Laufzeit ausgestattet sind, im Gegensatz zu Hebelprodukten mit Knock-Out nicht zu einer vorzeitigen Fälligkeit kommen kann. In die Kategorie der Hebelprodukte ohne Knock-Out fallen zum Beispiel die klassischen UBS Warrants und UBS Discount Warrants. 



Übersicht

Warrant (2100)

Spread Warrant (2110)
 


 

UBS Warrant

SVSP: Warrant (2100)

Payoff diagramm UBS Warrant (Warrant)


Mit UBS Warrants können sich risikofreudige Anleger zwischen Call und Put Warrants entscheiden. Dabei profitieren Call Warrants von steigenden Kursen des Basiswerts. Put Warrants setzen dagegen auf fallende Notierungen des Basiswerts. Denn ein Call Warrant verbrieft das Recht, einen bestimmten Basiswert zu einem festgelegten Ausübungspreis (Strike) zu kaufen. Ein Put Warrant hingegen beinhaltet das Recht, einen bestimmten Basiswert zu einem festgelegten Ausübungspreis (Strike) zu verkaufen. Bei einer amerikanischen Option kann das Kauf- oder Verkaufsrecht jederzeit ausgeübt werden, bei einer europäischen Option nur am Ende der Laufzeit.

Warrants sind verbriefte Optionen und weisen einen Hebeleffekt auf. Der Anleger partizipiert somit an der Kursentwicklung des Basiswertes, setzt jedoch nur die Optionsprämie ein. Diese macht lediglich einen Bruchteil des Werts des Basiswerts aus. Der Hebeleffekt wirkt allerdings auch in die unerwünschte Richtung. Liegt ein Anleger mit seiner Markterwartung daneben, kann es zum Verlust des eingesetzten Kapitals (bis zum Totalverlust) kommen.

Der Preis einer Option während der Laufzeit hängt von verschiedenen Variablen ab: der Restlaufzeit, dem Kurs des Basiswerts und seiner impliziten Volatilität, den Zinsen und allfälligen Dividenden des Basiswerts. Alle diese Faktoren fliessen in die Berechnung des Optionspreises ein und können sich auf diesen sowohl positiv als auch negativ auswirken. Optionspreise können schon auf kleine Änderungen eines Faktors äusserst sensibel reagieren.

Eine weiterführende Produktbeschreibung zu UBS Warrants erhalten Sie in unserer Broschüre.

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UBS Discount Warrant

SVSP: Spread Warrant (2110)

Payoff diagramm UBS Discount Warrant (Spread Warrant)

Mit UBS Discount Warrants können risikofreudige Anleger bereits aus kleinen Kursbewegungen des Basiswerts Profit schlagen. Grundsätzlich funktionieren UBS Call und Put Discount Warrants ähnlich wie klassische Warrants. Der Unterschied ist, dass es Discount Warrants zu Discount-Preisen gibt. Daher sind Discount Warrants im Ankauf günstiger als herkömmliche Warrants. Im Gegenzug sind aber ihre Gewinne nach oben begrenzt (Cap).

Während der Laufzeit verhält sich der Kurs eines Discount Warrants anders als der eines traditionellen Warrants. Entwickeln sich die Basiswerte nur innerhalb verhältnismässig kleiner Bandbreiten, können Anleger die Kursbewegungen mit Discount Warrants ähnlich ausnutzen wie mit herkömmlichen Warrants – nur dass sie dafür weniger bezahlen und daher einen höheren Hebel aufweisen. Um mit einem traditionellen Warrant denselben Gewinn zu erzielen, müsste die Kursbewegung stärker ausfallen. Aber aufgepasst: Verändern sich die Basiswerte stärker als erwartet in die (für den Anleger) richtige Richtung, ist das Gewinnpotenzial mit Discount Warrants beschränkt. Anleger fahren in turbulenten Zeiten mit herkömmlichen Warrants daher meist besser.

Zudem sollten Anleger beachten, dass der Hebel auch in die unerwünschte Kursrichtung des Basiswerts wirkt, so dass das eingesetzte Kapital (bis zum Totalverlust) verloren gehen kann. Während der Laufzeit üben – neben dem Kurs des Basiswerts – auch Grössen wie die implizite Volatilität, Zinsen, die Restlaufzeit und allfällige Dividenden Einfluss auf den Wert von Discount Warrants aus. Dieser Einfluss kann positiv wie negativ sein.

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