Solactive 3D Printing Index

Die nächste industrielle Revolution?

 

Open End PERLES auf den Solactive 3D Printing Total Return Index

I. 3D-Druck - eine industrielle Revolution

Bereits seit Jahren zieht das dreidimensionale Druckverfahren die Welt in ihren Bann ohne dabei nur im Geringsten an Attraktivität einzubüssen. 3D-Druck bezeichnet den Prozess, auf Basis von digitalisierten Modellen Objekte in der echten Welt Schicht für Schicht zu erschaffen. Bald schon soll im Idealfall jeder Konsument bei Bedarf annähernd jeden Gegenstand in benötigter Grösse, im richtigen Mass und dem gewünschten Material einfach ausdrucken können. „Der 3D-Druck bleibt eine langfristige Chance,“ urteilen die Analysten der UBS (UBS-Studie „Longer Term Investments, Automation and robotics“, 01/2016). Gestützt werden die positiven Aussichten von den Umsatzprognosen für die Branche. Das Marktforschungsunternehmen Wohlers Associates erwartet, dass die Erlöse in dem Sektor von rund 7.3 Milliarden US-Dollar im Jahr 2016 auf 21.2 Milliarden US-Dollar im Jahr 2020 wachsen werden.

II. Vorteil der 3D-Drucktechnologie

Der 3D-Drucktechnologie wird viel zugetraut. Die Vorteile gegenüber gängigen Verfahren liegen auf der Hand: Neben den individuellen, passgenauen Designmöglichkeiten können Objekte per 3D-Druck auch kurzfristig und bedarfsgerecht hergestellt werden. Daher ist nicht ausgeschlossen, dass der 3D-Druck das etablierte Industriemodell revolutionieren könnte. High-End-Geräte sind bereits heutzutage in der Lage, Objekte einzuscannen und Kleinserien zu reproduzieren. Sollte der 3D-Druck tatsächlich sein gesamtes Potenzial entfalten, könnte sich hieraus eine immense Wachstumsperspektive für die noch überschaubare Branche eröffnen, von dem auch die Pioniere des noch recht jungen Wirtschaftssegments erfasst werden könnten. Hinzu kommt, dass die Geräte immer erschwinglicher werden. Das könnte die Technologie auch für den Heimbedarf und damit für den Massenmarkt interessant werden lassen.

III. Gängige 3D-Druckverfahren

Die aktuellen 3D-Druckverfahren unterscheiden sich vor allem nach den verwendeten Materialien. Die entstehenden Werkstücke werden in der Regel mit Hilfe physikalischer beziehungsweise chemischer Härtungs- oder Schmelzprozesse aufgebaut. Metalle können beispielsweise in Pulverform durch das selektive Laserschmelzen und das Elektronenstrahlschmelzen Schicht um Schicht miteinander verbacken werden. In ähnlicher Weise können Objekte mit Hilfe eines 3D-Druckers nicht nur aus Metall, sondern auch aus Polymeren und Keramik aufgebaut werden. Die Stereolithographie kann Strukturen aus flüssigen Kunstharzen, schicht-weise durch Auftragen und Aushärten, bilden. Ähnlich arbeitet das Fused Deposition Modeling (FDM), das Kunststoffe und teil-weise Kunstharze mit Hitze verflüssigt, um diese an gewünschter Stelle Lage für Lage aufeinander aufzutragen.

  • Chancen & Risiken